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Hilfe zur Selbsthilfe - über 10 Jahre erfolgreich Vereinsarbeit.
Im April 1990 versammeln sich 11 Dialysepatienten, Angehörige und Mitarbeiter in der
Kinderdialyse des St. Georg Krankenhauses in Abtnaundorf. Sie alle waren die Vertreter und
Organisatoren aller Selbsthilfegruppen der drei damals existierenden Dialysezentren in
Leipzig.
Ziel dieser Veranstaltung sollte die Bündelung der Kräfte dieser Gruppen durch
Schaffung
einer gemeinsamen Interessenvertretung. Die Wendezeit hatte Rahmenbedingungen für die
Arbeit von Selbsthilfevereinen und Selbsthilfegruppen geschaffen.
Das entscheidende Kriterium für die Notwendigkeit des Aufbaus einer Patientenvertretung war
der Umgang mit den großen und kleinen Problemen, der neuen Freiheit und der neuen Mündigkeit
aller Menschen im Osten Deutschlands. Für uns alle war das aber eine große
Herausforderung, denn wir betraten Neuland mit dieser Hilfe zur Selbsthilfe. In diesem
Zusammenhang möchten wir an den damaligen Koordinator Ost des verstorbenen
Herrn Willi Pauls erinnern,
durch dessen Unterstützung und Anleitung unsere Gruppe recht schnell das Laufen lernte.
Vorrausgegangen waren schon viele Aktivitäten der einzelnen
Selbsthilfegruppen in
Zusammenarbeit und mit Unterstützung der Ärzte und Schwestern.
Die Lösung solcher Fragen wie:
Was wird mit der weiteren Dialyseversorgung der Patienten; Bezahlung der Transporte
zur Dialyse; Urlaubsdialyse- oder auch die Verpflegungsfragen an der Behandlung
beschäftigten
jeden Betroffenen und waren in dieser Zeit unser Tagesgeschäft. Erste Versuche
überregionale
Gruppen zu bilden gab es ebenfalls schon. Doch Vorsicht war gerade hier geboten, um nicht
für fremde Interessen benutzt zu werden. Die Notwendigkeit die Arbeit zu bündeln und
überregional zu organisieren ergab sich schon alleine daraus, dass große Gruppen sich
besser bei Politik und Verwaltung Gehör verschaffen können. An jenem Abend wurde nach
intensiver Beratung mit einstimmigem Beschluss der:
INTERESSENVEREIN DER DIALYSEPATIENTEN UND NIERENTRANSPLANTIERTEN LEIPZIG e.V.( IDN )
gegründet. Heute betreuen wir die Patienten der in Leipzig, Markkleeberg und Grimma
befindlichen Dialysezentren. Inzwischen sind wir ca.220 Mitglieder, überwiegend
Dialysepatienten, Nierentransplantierte, Angehörige, aber auch ein Teil des medizinischen
Personals. In den vergangenen Jahren haben wir Höhen und Tiefen erlebt und gemeistert.
Viele erfolgreiche Vorhaben, wie Seminare; Projektwochenenden; Sport- oder
Kulturveranstaltungen; sowie das Auftreten in der Öffentlichkeit zu den Tagen der
Begegnung oder im Rahmen der Transplantationsaufklärung, konnten wir gemeinsam und
erfolgreich verwirklichen. Ohne die gute Zusammenarbeit mit dem Dialyseverband Sachsen
hätten wir dabei Vieles nicht geschafft. Deshalb wollen wir diese Möglichkeit nutzen,
um dem DVS für die Unterstützung zu danken. Gleichzeitig wollen wir an all jene denken,
die uns begleiteten und halfen, heute aber leider nicht mehr unter uns sind. Gemeinsam und
durch Mitarbeit aller unserer Mitglieder werden wir sicher auch die kommenden und
bestimmt nicht immer leichten Aufgaben bewältigen. So wünschen wir uns für die Zukunft
viele gemeinsame und fröhliche Stunden, sowie eine erfolgreiche Vereinsarbeit.
Uwe Johannsen
Vorsitzender des IDN Leipzig e.V.
von 1991 - 2004
Die Höhepunkte der vergangenen Jahre sind unter
Chronik zusammengefasst.
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